Freitag, 5. Dezember 2014

Pimp My Ride

Ihr Lieben!

Es gibt sie in allen Formen und Farben, mal sind sie getarnt als Fahrrad, mal aufgemotzt wie ein Scooter oder bunt und kleinrädrig wie ein Spielgerät, von ganz mini bis hin zum großen Müllentsorgungsdreirad; sie sind  bepackt mit Wasserspendertonen, Gasbuddeln, Recyclingmaterial, Briefen und Paketen, Fressalien oder gar Kindern: die E-krads, die vom Blitz bewegten Wägen, die Diänn-dung-Tschöös vulgo E-bikes.
Es heißt ein Dekret der fortschrittlichen Stadt Amoy besage, dass auf der Insel keine benzinbetriebenen Mopeds fahren dürfen zum Zwecke der Verbesserung der Luftqualität. Da motorbetriebene Fortbewegungsmittel zusätzlich noch genehmigungspflichtig sind und nicht jeder eine solche hat, sind kurzerhand Pedale angebracht, die es somit gesetzlich zum „Fahrrad“ machen und ein Schlupfloch den genehmigungslosen Schlumis gewährt.
Und so sieht man sie nun überall vorzugsweise gegen die Fahrtrichtung rasen, sich durch die kleinen Wege der dicht bebauten Wohnviertel schlängeln und natürlich durch die Lücken im Stau.
Angesichts der unangenehmen Temperaturen im Sommer und den notorisch überfüllten Bussen, hatte ich mich – wie bereits geschildert – also gleich nach Ankunft entschlossen mir ein solches Gefährt zu gönnen.
Trommelwirbel, ich präsentiere: mein Ihbeik!

Ist es nicht süß? D.h. das ist der Zustand wie es vor knapp 8 Monaten aussah (schon damals aber der überflüssigen Rückspiegel entledigt). Nachdem alle Besucher von dem harten Rücksitz profitierten, habe ich mich entschlossen ihn doch mit samt dem Korb abzubauen.

Immerhin 6 Komma irgendwas Kilo weniger, von denen ich mir zu Recht längeren Fahrspaß und besser Manövrierbarkeit erhoffte! Mit ihm sind auch gleichzeitig die Rücklichter und Blinker ab, aber die stiften im hiesigen Verkehr ohnehin nur noch mehr Verwirrung. Um die Insel komm‘ ich zwar immer noch nicht rum (reicht rund dreißig Kilometer), aber mich düngt jetzt ist es ein bissl schnittiger. 

Besonderer Bonus: der technikaffine Onkel Otto ist begeistert! Was denkt ihr?
Im Beitrag „Osterspaziergang“ schrieb ich ja von den dazugehörigen Alarmanlagen. Jedes Modell hat seine eigene, so dass sich allenorts herrliche Quodlibets ergeben. Hier nun das lang angekündigte Hörbeispiel:



Sonst aber schnurrt es leise wie ein Kätzchen oder ist fast unhörbar. Zum Schluss möchte ich Euch eine kleine Fahrt ums Eck nicht vorenthalten. Das Klappern rührt noch vom nicht abgebauten Lenkerkorb her:



Weiteren Verbesserungsvorschlägen schenke ich ein offenes Ohr!


Kommentare:

  1. Eben mit Tochter Nummer eins herzlich gelacht über die Geräusche der Ihbeik-Alarmanlage :-). Gleich nochmal gehört - köstlich! Sieht ja schön schnittig aus jetzt, aber schade dass man nun nicht mehr mitfahren kann. Das hatte was.

    Schönes Foto von dir oben... hmmmm...

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  2. Von so einem Blick können wir hier oben nur träumen ...

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